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Die Karte · 20 Methoden, fein → grob

Brühmethoden

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Druck

kleine, intensive Tassen — durch ein gepresstes Bett gedrückt

Handfilter & Filtermaschine

klare, helle Tassen — das Wasser passiert das Bett einmal

Pour Over (V60)

Die Methode für Klarheit — ein einzelner Konus, ein Papierfilter und ein gleichmäßiger Guss, die aus guten Bohnen etwas Helles, Teeartiges und Vielsagendes machen. Sie belohnt Aufmerksamkeit und stellt die Herkunft eines Kaffees heraus.

1:16 · 94 °C · 3:33 · 450–650 µm

Chemex

Halb Handfilter, halb Skulptur. Der dicke, mehrlagige Filter der Chemex nimmt Öle und Feinanteil heraus und liefert die sauberste, hellste Tasse im Kaffee — eine Karaffe, die du gern auf dem Tisch stehen lässt.

1:16 · 94 °C · 5:35 · 700–900 µm

Filterkaffee / Batch

Das Arbeitstier. Eine gute Filterkaffeemaschine und eine Mühle mit echtem Mahlwerk machen klammheimlich besseren Kaffee als die meisten Cafés — einschalten, weggehen und zu einer vollen Kanne zurückkommen.

1:16 · 94 °C · 3:40 · 600–800 µm

Cold Drip

Der Kyoto-Turm: drei Glaskammern, ein Ventil und Stunden Geduld. Kaltes Wasser und Eis tropfen Tropfen für Tropfen durch das Bett, und was sich unten sammelt, ist ein Konzentrat — süßer und schwerer als Cold Brew, und auf eine Art klar, die Vollimmersion nie erreicht.

1:10 · 20 °C · 5 h · 700–900 µm

Cuccumella

Neapels eigene Kanne — und die, die alle für eine Moka halten. Sie ist das genaue Gegenteil: In einer Cuccumella gibt es nirgends Druck. Im unteren Gefäß kocht Wasser, ein feiner Dampfstrahl aus einem kleinen Loch sagt es an, und dann nimmt man sie vom Feuer und dreht das Ganze um — von da an zieht allein die Schwerkraft das Wasser durch den Kaffee in die Hälfte mit der Tülle.

1:11 · 100 °C · 9:20 · 500–700 µm

Kaapi Filter

Der Alltagskaffee Südindiens, und eines der wenigen Geräte, das etwas zubereitet, das man so gar nicht trinken soll. Zwei Edelstahlkammern lassen zehn bis fünfzehn Minuten lang einen Sud durchtropfen; er kommt bei etwa 1:5 heraus, trifft auf das Drei- bis Vierfache seines Volumens an kochend heißer Milch, und das Ganze wird anschließend zwischen einem Becher und einer Dabarah geworfen — aus so großer Höhe, wie der Eingießende es schafft.

1:5 · 92 °C · 17 min · 450–650 µm

Chorreador

Costa Ricas Alltagsbrewer: ein Baumwollsäckchen an einem Holzgestell, und sonst nichts. Kein Papier, kein Trichter, kein Plastik — der Stoff ist der Filter, und dasselbe Gerät schenkt in den Kopitiams von Singapur und Malaysia unter anderem Namen Kaffee aus.

1:16 · 94 °C · 4:25 · 450–650 µm

Vietnamesischer Phin

Langsamer Kaffee auf vietnamesische Art. Ein kleiner Metallfilter sitzt auf deinem Glas und tropft einen dunklen, intensiven Kaffee hinein — traditionell auf eine Schicht gezuckerte Kondensmilch, über Eis gegossen als cà phê sữa đá.

1:6 · 95 °C · 5:50 · 800–1000 µm

Vollimmersion

vollmundige Tassen — Mehl und Wasser bleiben eine Weile zusammen

AeroPress

Der Liebling aller Tüftler — ein spritzenartiger Stempel, nahezu narrensicher, endlos umbaubar und überallhin mitzunehmen. Zwei Minuten, einmal ausspülen, und eine Tasse, die genau das wird, was du willst.

1:14 · 85 °C · 3:05 · 400–700 µm

French Press

Der unkomplizierte Klassiker — volle Immersion hinter einem Metallsieb, keine Filter, kein fummeliges Gießen. Ziehen lassen, pressen und eine schwere, vollmundige Tasse eingießen, die nach der Bohne schmeckt, Öle inklusive.

1:15 · 95 °C · 5:35 · 900–1200 µm

Cold Brew

Geduld im Einmachglas. Grob gemahlener Kaffee und kaltes Wasser, einen halben Tag lang sich selbst überlassen, ergeben ein weiches, süßes, säurearmes Konzentrat, das du im Kühlschrank aufbewahrst und die ganze Woche über Eis gießt.

1:10 · 20 °C · 16 h · 1000–1400 µm

Siphon

Das Schaustück. Ein Vakuumbrüher, der aussieht wie Laborglas und brüht wie Theater — das Wasser steigt, der Kaffee zieht, und die fertige Tasse wird beim Abkühlen wieder nach unten gezogen. Sauber, aromatisch und ein echtes Spektakel.

1:15 · 93 °C · 4:20 · 500–700 µm

Percolator

Die Kanne, die ein Jahrhundert lang den amerikanischen Kaffee gemacht hat — und die einzige hier, die dasselbe Wasser immer wieder durch dasselbe Pulver schickt. Kochendes Wasser steigt durch ein Steigrohr, spritzt unter dem Glasknopf heraus, fällt durch einen Korb grob gemahlenen Kaffees und landet wieder in derselben Kanne, um von vorn zu beginnen. Es funktioniert — und es läuft fröhlich weiter, bis es sich selbst ruiniert hat.

1:15 · 96 °C · 10 min · 900–1200 µm

Prestina

Erst Vollimmersion, am Ende Druck — und nirgendwo ein Stempel: Was presst, ist der Becher, aus dem du trinkst. Kaffee rein, Wasser rein, eine Minute Ruhe, dann drückst du den ganzen Brewer in seinen eigenen Becher hinunter.

1:16 · 90 °C · 2:35 · 500–700 µm

Im Topf gekocht

ungefilterte Tassen — lose über dem Feuer, vom Satz abgegossen